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Studie: Wintersport-Aktivitäten verbessern Gesundheit

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winhealth


Eine aktuelle Studie zeigt: Allergiker und Asthmatiker verbessern deutlich ihren Gesundheitszustand durch Wintersport-Aktivitäten in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern. Zudem ist der Winter-Gesundheitstourismus für die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern besonders nachhaltig.

Die Krimmler Wasserfälle wirken für Allergiker und Asthmatiker im Sommer wie ein gigantischer „Inhalator“ und seien gesundheitsfördernd. Das haben Studien in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. Dass die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern auch im Winter eine „Region für Heilung“ der Symptome der Betroffenen ist, zeigt eine aktuelle klinische Studie, die vom Institut für Ecomedicine an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, kurz PMU, durchgeführt wurde.
Jetzt wurden dazu die PMU-Untersuchungsergebnisse und das Projekt „WinHealth“ im Kammerlanderstall von Neukirchen/Großvenediger bei einer großen Kick-Off-Tagung mit Experten vorgestellt. Außerdem präsentierten Experten der FH Salzburg Ergebnisse einer Marketing-Studie über die Nachhaltigkeit des Winter-Gesundheitstourismus in der Region.

Wofür steht „WinHealth“ und wer wurde untersucht?

„WinHealth“ steht für „Winter“ und „Health“ und baut auf den Ergebnissen der wissenschaftlichen Untersuchung der PMU auf. Im Rahmen dieser klinischen Studie wurden die Auswirkungen eines zehntägigen aktiven Winterurlaubs auf wichtige Parameter der Hausstaubmilbenallergie und des allergischen Asthmas untersucht. Von den 90 ProbandInnen zwischen 18 und 55 Jahren wurden im Untersuchungszeitraum unter anderem 735 Blutproben genommen, 186 große Blutbilder in Auftrag gegeben, 226 Saccharin Tests durchgeführt. 290 Mal wurde FeNo gemessen - Fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid (NO). Es wird als Biomarker zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Asthma bronchiale eingesetzt. Dazu kamen 186 Lungenfunktionstests und rund 1,3 Millionen Zellen, die im Mikroskop ausgezählt wurden.

Die Studie wurde vom Team des Instituts für Ecomedicine an der PMU unter der Leitung von Univ. Doz Mag. Dr. Arnulf Hartl durchgeführt. Unterstützung kam vom Krankenhaus Mittersill, dem Nationalpark Hohe Tauern, den regionalen Bergbahnen und den allergikergerechten Hohe-Tauern-Health Betrieben, in denen die StudienteilnehmerInnen untergebracht wurden.
Menschen mit Asthma und Allergien stellen eine große und stetig wachsende Bevölkerungsgruppe dar: 8 bis 12 % der Westeuropäer leiden an Asthma und rund 30% an Allergien, wobei insbesondere allergische Erkrankungen im Kindesalter zunehmen. In Deutschland, dem wichtigsten touristischen Markt der Ferienregion, haben 33% aller Erwachsenen und 30 bis 47% aller Kinder eine diagnostizierte Allergie.

Welche Ergebnisse brachten die Untersuchungen?

Die Ergebnisse lassen nicht nur die regionalen Touristiker aufatmen. Sie zeigen, dass sogenannte „White Exercise“, also ein Mix aus Wintersportarten in Kombination mit einem Aufenthalt in den allergikergerechten Hotel im Nationalpark Hohe Tauern die Symptome der AllergikerInnen und AsthmathikerInnen signifikant und nachhaltig reduziert. Allergische Entzündungen der oberen und unteren Atemwege sowie des Blutes konnten demnach verringert und die Lungenfunktion verbessert werden. Zudem konnte der chronische Stress gesenkt und insgesamt die gesundheitsbezogene Lebensqualität verbessert werden.
Die Studie und ihre Ergebnisse zeigen damit den hohen gesundheitlichen Stellenwert und damit das enorme gesundheitstouristische Potenzial der Nationalparkregion im Winter. Wer aus dem „Meer des Feinstaubs“ der Städte in den Oberpinzgau kommt, verbessere nachhaltig chronische Erkrankungen wie Allergien und Asthma.

Basierend auf diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen werden nun im Rahmen des Projektes „WinHealth“ Betriebe im Nationalpark Hohe Tauern aktiv dabei unterstützt, innovative Produkte zu entwickeln und ihren Wettbewerbsvorsprung im alpinen Gesundheitstourismus weiter auszubauen. Dass dies „evidenzbasiert“ – also wissenschaftlich geprüft und belegt – erfolgt, sei ein ganz wichtiger Vorteil im Werben um neue Gästeschichten.

Von „Hohe Tauern Health“ zu „WinHealth“

Das Projekt „WinHealth“ sei damit die logische Fortsetzung der gesundheitstouristischen Initiative „Hohe Tauern Health“ in der kalten Jahreszeit und soll die alpine Gesundheitsregion Salzburger Land auch im Winter am europäischen Tourismusmarkt positionieren. Unter wissenschaftlicher Begleitung der PMU wurden bei „Hohe Tauern Health“ strenge Richtlinien für die Innenraumqualität (gemessen allergen- und feinstaubarm) von allergikergerechten Hotels entwickelt. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch die PMU auf Basis einer zweijährigen, wiederkehrenden Zertifizierung der allergikergerechten Zimmer sichergestellt. Zudem wird das Service-, Reinigungs- und Küchenpersonals regelmäßig hinsichtlich der spe-ziellen Bedürfnisse von Allergikern und Asthmatikern geschult.

„Hohe Tauern Health“ habe sich bisher mit einem qualitativen Ausbau der Hotelinfrastruktur für Allergiker und Asthmatiker vor allem im Sommer einen Namen gemacht. Nur: Die von Hartl und seinem Team gemessenen hohen Konzentrationen an Luftionen und die besonders niedrige Feinstaubkonzentration zeichnen die Region im Winter aus und wirken gesundheitsfördernd auf AllergikerInnen und AsthmatikerInnen. Mit „WinHealth“ lassen sich die Aktivitäten der „Hohen Tauern Health“ – derzeit von 10 Hotelbetrieben und 9 Partnern aus der Wirtschaft auch in der kalten Jahreszeit fortsetzen und können in einen neuen touristischen Wert gesetzt werden.

www.nationalpark.at

Bild: Franz Neumayr